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Der
Abriss von "Haus Anna" im Juli 2003
Als das „Haus Anna“ am 1. Dezember 1960 feierlich eingeweiht
wurde, geschah dies in Anwesenheit zahlreicher Politiker, Vertreter des
Sozial- und des Kultusministeriums, Oberkreisdirektor Nothnick, Kreisdirektor
Vasen, Amtsbürgermeister Holtschneider, Amtsdirektor Overmanns, Bürgermeister
Windisch und Pastor Bever als Vertreter der evangelischen Gemeinde und vieler
Gratulanten und Gäste. Ein besonderes Gewicht erhielt der Tag durch
die Anwesenheit des Kölner Kardinals Joseph Frings, der auch die Einsegnung
des Hauses vornahm. Als einen historischen Tag im Bistum Köln bezeichnete
dieser den Tag, an dem mit der Einweihung der Pfarrzentrale „Haus
Anna“ in Lintorf, das erste Pfarrzentrum dieser Größe in
der Diözese seiner Bestimmung übergeben wurde. Ein Hort der Gemeinschaft,
des Geistes und der Freude solle das neue Pfarrzentrum werden, wünschte
sich Dechant Wilhelm Veiders als Hausherr in seiner Festrede. Und an die
Jugend richtete er die Worte: „Eine Jugend, die das Opfer nicht kennt,
ist verloren.“-
In den Folgejahrzehnten entwickelte sich „Haus Anna“ zu dem,
was und wie die Gründer von einst es sich gewünscht hatten. Noch
heute wissen viele Lintorfer von großartigen Festen und Veranstaltungen
zu erzählen. Von Begebenheiten, Originalen, Gruppen, Bühnenaufführungen,
Musik- und Tanzveranstaltung. Eine Zeit, die noch heute in vielen wehmütige
Erinnerungen wachruft.
In der Nachära Wilhelm Veiders verflachte der Elan, mit dem dieser
das Unternehmen „Haus Anna“ betrieben und beseelt hatte. Als
Ursache mag herhalten, dass dessen Nachfolger andere Prioritäten setzte.
Oder man von der Bewirtschaftung eines solchen Hauses nicht die veidersche
Einstellung und Augenmaß besaß. Was z.B. bei bei der Vermietung
des Gebäudes für Veranstaltungen, manchen Veranstalter auf Distanz
gehen ließ. Verheerend wirkte sich die völlige Außerachtlassung
dringend notwendiger Reparaturen und Modernisierungen aus. Wie man hörte,
war es Geldmangel nicht alleine. Kurz, die Lintorfer mußten ungläubig,
ohnmächtig und staunend zur Kenntnis nehmen, dass man „Haus Anna“,
oder ein Stück Lintorf, verfallen ließ! Jahre überließ
man es sich selbst. Was zum Schluß blieb, war ein überaus trauriger
Anblick. Vor allem für jene, die „Haus Anna“ noch aus guten
Jahren kannten. Vom Tage des Abrisses an, rückte „Haus Anna“
noch einmal in das Bewußtsein vieler Lintorfer. Häufig sah man
dort Leute stehen, kopfschüttelnd den Abriss verfolgend. Und so mancher
wird sich gesagt haben: „Wieder ein Stück Lintorf für immer
dahin.“ Oder gefragt: „War das wirklich nötig?“ Diese
Frage kommt leider viel zu spät!. Im Juli 2003 wurde "Haus Anna
abgerissen.
Bildergalerie
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Haus Anna 1974 |
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Die Tage vor
dem Abriss |
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Der Eingangs-bereich
Haus Anna |
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Das Kettelerheim
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| Panoramabild "Das
Ende von Haus Anna" (Anklicken) |
Beitrag: 05.2003
Autor: Ewald Dietz - Internetredaktion
E-Mail: ewald.dietz@lintorf-die-quecke.de
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