Lintorfer Geschichte  
     
  Die Verleihung des Rheinlandtalers an den ersten Vorsitzenden des "Vereins Lintorfer Heimatfreunde" Manfred Buer am 16.09.2003



Einweihung

Am 9.September 2005 wurde der "Kreuzherrenweg" an der Johanniskirche im Lintorfer Norden der Öffentlichkeit vorgestellt. Pater Chris Aarts freute sich, dass der lange von ihm gehegte Wunsch, den Weg an der Johanniskirche, den Namen seines Ordens der Kreuzherren geben zu können, nun endlich in Erfüllung ging.
Pater Aarts nahm die kleine Feierstunde zum Anlass, auf die Geschichte seines Orden im allgemeinen und in Lintorf im Besonderen einzugehen. Wie groß das Interesse an der Namensgebeng des Weges war, zeigte auch hier die große Anzahl interessierter Lintorfer und Gemeindemitglieder.



Die Kreuzherren

Die Kreuzherren haben ihren Ursprung in Holland. Es ist der einzige auf holländischem Boden entstandene Männerorden. Er enstand 1248, dem Jahre der päpstlichen Anerkennung durch Papst Innozenz IV.. Die Kreuzherren lebten und leben nach den Ordensregeln des Hl. Augustinus. Es entstanden schnell Niederlassungen in England, Frankreich und in Deutschland, wo es alleine einundzwanzig Klöster gab. Interessant ist, dass diese ausschließlich im Rheinland und in Westfalen lagen. In unseren Gebiet war das z.B. in Wuppertal, Köln, Düsseldorf usw.
Bedingt durch die Säkularisation im Jahre 1803 als Folge der französischen Feldzüge wurden alle Klöster der Kreuzherren (oder Kreuzbrüder) aufgelöst. Nur die Klöster St. Agatha bei Cuyk und Udem in Brabant blieben erhalten. Sie waren die Basis für das spätere Wiedererstarken des Ordens.
Durch die Kriegswirren des zweiten Weltkrieges litt die katholische Kirche in Deutschland unter großem Priestermangel. Auf Bitten von Kardinal Frings kamen die Kreuzherren 1953 wieder nach Deutschland zurück um hier ihre, durch den Krieg unterbrochene Seelsorgetätigkeit wieder aufzunehmen. Der damalige Ordensgeneral Wilhelmus van Hees kam dieser Bitte nach. In den 50er Jahren waren insgesamt 62 Kreuzherren in Deutschland tätig. Davon alleine 48 mit niederländischer Nationalität.
Der eigentliche Grund warum die Kreuzherren sich ausgerechnet im Dekanat Ratingen niederließen, war die geplante, letztlich aber nie realisierte Autobahnkirche mit angeliedertem Kloster, als "offene Tür" für die Autofahrer auf der Autobahn. Aber es kam zum Bau eines Kirchenzentrums "St. Christopherus" in Breitscheid mit dem markanten Turmdach, das noch heute als "Roter Turm" im Sprachgebrauch ist.
Die Geschichte der Kreuzherren in Lintorf beginnt damit, dass der damalige Pfarrer der St. Annakirche Dechant Wilhelm Veiders für die neu zu errichtende Filialkirche im Lintorfer Norden einen Seelsorger suchte. Er findet ihn in Pater Kok bei den Breitscheider Kreuzherren.

Quasi vom ersten Spatenstich zur "St. Johannis Maria Vianney - Kirche" (24.11.1963) an, sind die Kreuzherren der Johannisgemeinde in Lintorf treu geblieben - bis heute. Von Kreuzherren wie Pater Carl Fischer, Pater Nico van Rijn, Pater Julius Dürlich, Pater Jacobus van Gestel oder Pater Martien Jilesen spricht man in Lintorf mit aller größter Hochachtung. Und den zur Zeit hier "amtierenden" Pater Chris Aarts, kann man nach seinen mehr als 20 Dienstjahren hier, mit Fug und Recht schon als "ene aule Lengtörper" bezeichnen.



Bildergalerie

 
 
 

 
  


Beitrag: 11.09.2005
Autor: Ewald Dietz - Internetredaktion
E-Mail: ewald.dietz@lintorf-die-quecke.de

 
     
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