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    J.Frohnhoff Weg
 


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Eröffnung des "Jean Frohnhoff Weg" in Lintorf am 09.09.2005

 
   
Einweihung

Manfred Buer, der Vorsitzende des "Verein Lintorfer Heimatfreunde e.V.", übergab am 9. September 2005 im Rahmen einer kleinen Feierstunde den neuen Fuß- und Radweg zwischen der Straße Soestfeld und dem Tunesweg der Öffentlichkeit. Er trägt nun den vom Lintorfer Heimatverein vorgeschlagenen Namen "Jean Frohnhof Weg".
Zur feierlichen Übergabe waren einige interessierte Lintorfer und Vereinsmitglieder, so wie die Presse erschienen.
Mit viel Beifall wurde Frau Maria Frohnhoff begrüßt, die es sich als nun 98-jährige Ehefrau Jean Frohnhoffs nicht nehmen ließ, der Einweihung des Weges zu Ehren ihres Mannes beizuwohnen. Auch zugegen war die Ehefrau von Jeans Bruder Josef, die heute 96-jährige Luise Frohnhoff, so wie zahlreiche Mitgliedern der Familie Frohnhoff und deren Nachfolgegenerationen.
Manfred Buer ließ nicht nur die Vita und das Wirken Jean Frohnhoffs revue-passieren, sondern hob auch die gute Zusammenarbeit mit den städtischen Institutionen hervor, die die Einweihung des "Jean Frohnhoff Weg" ermöglichten, nur wenige Tage nach dem Jean Frohnhoffs 100 jahre alt geworden wäre.



Zum Leben und Wirken des Jean Frohnhoff

Jean Frohnhoff, oder "Schang" Frohnhoff", wurde am 1. September 1905 in Lintorf geboren. Er entstammte einer alteingesessenen Lintorfer Familie, besuchte hier die "Büscher-Schule" und hatte das Glück, Heinrich Schmitz als Lehrer zu haben, nachdem später diese Schule benannt wurde. Heinrich Schmitz, der als Urvater der Lintorfer und Angerländer Heimatgeschichte gilt, hat Jean Frohnhoff wohl stark geprägt. Dieser bestand nicht nur darauf als "ne Lengtörper Jong" zu gelten, sondern hob bei jeder sich bietenden Gelegenheit hervor, dass er auch "ne Böscher Jong" wäre. Also im Norden Lintorfs seine Wurzeln hatte. Was schon ein Teil seiner Persönlichkeit charakterisiert. Er war tief verwurzelt in der Lintorfer Erde, aber noch mehr in den Lintorfer Menschen.
Jean Frohnhoff gehörte mit zu den 38 Gründungsmitgliedern, die am 18. September 1950 den "Verein Lintorfer Heimatfreunde" aus der Taufe hoben. Ein Verein, der sich auf die Fahne geschrieben hatte "...den heimatlichen Gedanken zu fördern, die Geschichte Lintorfs und des Angerlandes zu erforschen und die heimatliche Mundart zu pflegen". Schon 1951 schrieb Jean Frohnhoff in der vom Verein herausgegebenen Heimatzeitung "Die Quecke" seinen ersten mundartlichen Beitrag mit dem Titel: "Lintorfer plattdeutsche Ausdrücke und Redensarten". Seitdem erschienen in nahe zu allen Quecke-Ausgaben seine unübertroffenen "Vertällekes" und Geschichten, in denen er mit stillem Humor sein eigenes und das Leben der "kleinen Leute" im altem Lintorf schilderte. Seine Erzählungen waren so meisterlich dargelegt, dass man seine Veröffendlichungen mit denen Johann-Peter- Hebel verglich.
Jean Frohnhoff brachte sich nicht nur viele Jahre in den Vorstand "seines Heimatvereins" ein. Sondern auch im kirchlichen Leben des Ortes. So sind auch seine Verdienste in den beiden Pfarren "St.Anna" und "Pfarrer von Ars" eher typisch. Für die man ihm den päpstlichen Orden "Pro Ecclisia et Pontifice" - "für Kirche und Papst" verlieh.
In der Totenrede für Jean Frohnhoff bemerkte Pater Christian Aarts sehr treffend: "Schang Frohnhoff war ein Geschenk .... neben aller Traurigkeit erfüllt uns auch große Dankbarkeit, ihn in unserer Mitte gehabt zu haben."
Jean Frohnhoff starb nach langer, schwerer Krankheit im Kreise seiner Familie am 7. November 1993 im 88. Lebensjahr.

Mit dem neuen "Jean Frohnhoff Weg" möchte der "Verein Lintorfer Heimatfreunde" die Erinnerung an den außergewöhnlichen Menschen Jean Frohnhof wachhalten.



Bildergalerie

 
 

 
 
 
 


Beitrag: 11.09.2005
Autor: Ewald Dietz - Internetredaktion
E-Mail: ewald.dietz@lintorf-die-quecke.de

   
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