Fahrt zu den ehmaligen Schlachtfeldern im Hürtgenwald in der Eifel |
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Die VLH- Tagesfahrt in den Hürtgenwald gehört sicher zu den interessantesten Fahrten, die unser Heimatverein veranstaltet hat. Wie gewohnt war der Reisebus bis auf den letzten Platz besetzt. Quer durch die schöne Eifel ging es nach Vossenack. Schon auf der Fahrt dort hin, wurden die Mitreisenden über Buslautsprecher über die schrecklichen Kriegsgeschehnisse von 1944 - 45 informiert, um ihnen das Bevorstehende verständlich zu machen.. |
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Unser erster Besuch galt dem ,Hürtgenwaldmuseum' in Vossenack. Herr Henkelmann, einer der Mitarbeiter des Museums brachte uns sehr anschaulich den Sinn und den Inhalt des Museums nahe. Die gezeigten Stücke sind allesamt Fundstücke aus der Umgebung Vossenack und Hürtgen. Durch immer neue Fundstücke erweitert sich das Museum fortwährend.
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Führungen : Bernd Henkelmann Im Oberdorf 126 52393 Hürtgenwald Tel.: 02429 - 3380 |
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Wir begannen auch nach 50 Jahren wieder zu verstehenen, was die unsinnige Kämpfe im Land, in den Dörfern und Menschen anrichteten!
Z.B. das Dorf Vossenack 1945 u, 1980 |
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Wir standen an den ehemaligen Schlachfeldern "Höhe 473", und dem Areal "Wilde Sau". Auf denen neben schwersten Infantriekämpfen auch eine der größten Panzerschlachten des 2. Weltkrieges stattfanden. In den menschenverachtenden Schlachten um den Hürtgenwald ließen von November 1944 bis Februar 1945 mehr als 55. 000 amerikanische GI's, und mehr als 15.000 deutsche Landser ihr Leben. Die genauen Zahlen sind bis heute unbekannt. Ernest Hemingway, der als Kriegsberichterstatter Augenzeuge dieses kriegerischen Grauens wurde, schrieb seine Erlebnisse in einem Buch nieder. Er bezeichnete den Hürtgenwald als ,Todesfabrik' und schrieb "Im Hürtgenwald gefroren die Toten, und es war so kalt, dass sie mit roten Gesichtern gefroren..." |
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Und wir erfuhren von dem selbstlosen Helden Julius Erasmus, der unter Lebensgefahr mehr als 1520 Gefallene aus den verminten Wälder barg, und 120 an der Kirche in Vossenack beisetzte. 15 Jahre lebte er später in einer einfachen Hütte am Waldrand. Still wie er gekommen, ging er wieder und verschwand in der Geschichte..... Seine letzte Ruhestätte ist bis heute unbekannt. |
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Wir besuchten den Ehrenfriedhof in Hürtgen. Hier ruhen 2922 deutsche Soldaten .... |
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2922 deutsche Soldaten... |
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35 zivile Opfer... |
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27 Russen, 13 Polen und ein Belgier. |
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Unser nächstes Ziel war der Ehrenfriedhof bei Vossenack. Er ist der größte unter allen in der Eifel angelegten Ehrenfriedhöfe. |
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Hier wurden 2221 deutsche Soldaten beigesetzt... |
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... und es befinden sich hier 930 Gräber unbekannter Soldaten ... |
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Hier befindet sich auch das Grab Generalfeldmarschall Walter Models. Ritterkreuzträger und Oberbefehlshaber - West bzw. Chef des Generalstabes der 16. Armee. Walter Model beging in den letzten Kriegstagen in den Wäldern des Lintorfer Nordens Selbstmord. Wurde dort in einem sog. Feldgrab beigesetzt, 1955 exhumiert und nach hier überführt, wo er inmitten seiner Kameraden seine letzte Ruhe fand . (Grab 1074)
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Anschließend ging es in das stille Kalltal. Herr Henkelmann veranschaulichte uns hier noch einmal die schrecklichen Kriegsereignisse vor 50 Jahren. Heute unvorstellbar, dass gerade dieses verschwiegene Tal damals Schauplatz brutalster Kämpfe war. |
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Er führte uns auch in einen, als Keller getarnten ehemaligen Lazarettbunker, deren Räume wir als sehr bedrückend emfanden. |
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Diese Fahrt unternahmen wir am 28. Mai 2005, also fast genau 50 Jahre nach dem Ende des letzten Krieges. Der hier im Hürtgenwald mehr als 70.000 Soldaten das Leben kostete. Davon alleine mehr als 55.000 amerikanische GI's. Also fast eben so viele Opfer wie im Krieg, den Amerika 1964 - 1974 in Vietnam führte !
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Redakteur: Ewald Dietz E-Mail: ewald.dietz@lintorf-die-quecke.de |
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